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20Aug/09

[USA Urlaub] Henry Cowell Redwoods State Park – Tag 18

Was wir im Yosemite-Nationalpark verpasst haben, wollten wir heute zumindest teilweise im Henry Cowell Redwoods State Park nachholen, welcher sich zwischen den Städten Santa Cruz, Felton und Scotts Valley befindet. Von Monterey war es nicht weit, ca. eine Stunde Fahrt. Katrin (TomTom) kannte auch den Park unter POI und so fanden wir recht schnell dorthin. Der Eintritt von 10$ fürs Parken war angemessen.

Für den Vorgeschmack läuft man am besten den Trail mit 15 Stationen ab, samt den Begleitflyer (Erklärbär). Neben dem Flyer sprechen einen manchmal die Ranger an. So kommt man schnell ins Gespräch und erfährt weitere versteckte Details bzw. plaudert z.B. über Deutsche Produkte wie Ultrablitz 😉

Redwoos Park TrailWorauf ich mich eigentlich schon vor dem Yosemite gefreut hatte, waren die Mammutbäume. Leider bekam ich diese nicht zu sehen. Im Redwoods Park gibt es zwar keine Mammutbäume, allerdings wachsen dort die ältesten Redwoods überhaupt. Und diese waren very huge. So z.B. sieht man bei der Station 7. einen der größten Bäume im Park mit einer Höhe von ca. 82 Metern und einer Breite von 5 Metern (Durchmesser). Das klingt im ersten Moment nicht so besonders, doch steht man erst davor, sieht die Welt ganz anders aus:

Redwood

Bio hatte ich abgewählt, aber so macht es auch mehr Spaß. Also folgt nun ein kleiner Ausblick in die Flora des Parks. 😉

An den weiteren Stationen wird z.B. erklärt warum die Bäume überhaupt rot sind, was übrigens an der hohen Konzentration der Tannine (Gerbsäure) in der Borke liegt. Die Dicke der Baumrinde und der Säuregehalt wehren auch gleichzeitig die Insekten ab, schützen den Baum vor Erkrankungen, Pilzbefall und Feuer. Der eine Ranger mit dem Ultrablitz beantwortete mir auch die Frage, warum so viele Bäume unten an der Wurzel verbrannt sind und nicht oben, was man von den Blitzeinschlägen eher denken würde. Hier so ein Beispiel, zwar schlecht zu sehen, aber die schwarze Höhle im Baum ist eingebrannt:

Redwood BlitzeinschlagDafür sind laut seiner Aussage trockene Blitze verantwortlich. In DE kennen wir ja meistens nur Blitze während eines Unwetters mit Regen und Donner. Hier stürmt es mehr und während eines Sturmes blitzt es auch ohne Regen und diese Blitze schlagen dann direkt unten ein. Passiert zwar in Deutschlang auch, aber ist bei uns weniger geläufig als in USA. Durch die Winde werden dann die Feuer zu den Bäumen getragen. Durch die Resistenz der Bäume überleben jedoch die meisten. Ok, genug Bionachhilfe.

Fazit: Henry Cowell Redwoods State Park ist sehr empfehlenswert!!!

Am Späten Nachmittag waren wir wieder in Monterey und sind zu einem Strandspaziergang aufgebrochen. Vorher sind wir noch zum Monterey Bay Aquarium in der nähe des Fisherman’s Wharf gefahren um uns über die Preise zu informieren. 30$ pro Person (vor ein Paar Jahren waren es noch 18$) waren dafür allerdings nicht drin. Alternative war Pacific Grove, mit der Promenade entlang des Strandes mit faulen Robben und Möwen.

Robben  Pacific Grove

Nun aber zum Strand. Wo vorgestern beim Joggen noch Flut herrschte, war heute Ebbe und es stand also mehr Strand zur Verfügung. Teilweise zeigten sich zum ersten Mal auch einige Sonnenstrahlen, was jedoch nicht lange andauerte. Strand MontereyDie Traurige Seite des Tages waren die drei Robbenleichen am Strand. Vorgestern bei Joggen war übrigens auch eine zu sehen, da aber ein Paar Meter später sich noch eine bewegte hatten wir es nicht für voll genommen. RIP

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