[USA Urlaub] Port Hueneme – Tag 19

Heute verließen wir Monterey und machten uns auf den Weg nach Port Hueneme, unserer letzten Station vor dem Abflug. Von hier aus wollen wir die letzten Tage beschreiten.

Die knapp fünfstündige Fahrt raubte uns heute die Zeit und so konnten wir lediglich einen Spaziergang entlang des Hafens und einem “Venedig”-Viertel (Channel Islands) machen. Den Namen Venedig vergab ich, weil es durch die Kanäle an Venedig erinnert. Die etwas besser betuchten bauten sich hier ihre Häuschen direkt an künstlich angelegten Kanälen. Vor dem Haus steht ein Auto, hinter dem Haus ein Boot.

Von oben sieht das ganze so aus:


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Port Hueneme Port Hueneme

Warum wir uns für Port Hueneme entschieden haben? Einfach wegen dem Preis. In der Nähe hätten wir noch Santa Barbara, aber die Preise wollten wir nicht bezahlen. Außerdem liegt Hueneme nah an der Stadt Camarillo, wo sich ein netter Outletcenter befindet. 🙂

[USA Urlaub] Henry Cowell Redwoods State Park – Tag 18

Was wir im Yosemite-Nationalpark verpasst haben, wollten wir heute zumindest teilweise im Henry Cowell Redwoods State Park nachholen, welcher sich zwischen den Städten Santa Cruz, Felton und Scotts Valley befindet. Von Monterey war es nicht weit, ca. eine Stunde Fahrt. Katrin (TomTom) kannte auch den Park unter POI und so fanden wir recht schnell dorthin. Der Eintritt von 10$ fürs Parken war angemessen.

Für den Vorgeschmack läuft man am besten den Trail mit 15 Stationen ab, samt den Begleitflyer (Erklärbär). Neben dem Flyer sprechen einen manchmal die Ranger an. So kommt man schnell ins Gespräch und erfährt weitere versteckte Details bzw. plaudert z.B. über Deutsche Produkte wie Ultrablitz 😉

Redwoos Park TrailWorauf ich mich eigentlich schon vor dem Yosemite gefreut hatte, waren die Mammutbäume. Leider bekam ich diese nicht zu sehen. Im Redwoods Park gibt es zwar keine Mammutbäume, allerdings wachsen dort die ältesten Redwoods überhaupt. Und diese waren very huge. So z.B. sieht man bei der Station 7. einen der größten Bäume im Park mit einer Höhe von ca. 82 Metern und einer Breite von 5 Metern (Durchmesser). Das klingt im ersten Moment nicht so besonders, doch steht man erst davor, sieht die Welt ganz anders aus:

Redwood

Bio hatte ich abgewählt, aber so macht es auch mehr Spaß. Also folgt nun ein kleiner Ausblick in die Flora des Parks. 😉

An den weiteren Stationen wird z.B. erklärt warum die Bäume überhaupt rot sind, was übrigens an der hohen Konzentration der Tannine (Gerbsäure) in der Borke liegt. Die Dicke der Baumrinde und der Säuregehalt wehren auch gleichzeitig die Insekten ab, schützen den Baum vor Erkrankungen, Pilzbefall und Feuer. Der eine Ranger mit dem Ultrablitz beantwortete mir auch die Frage, warum so viele Bäume unten an der Wurzel verbrannt sind und nicht oben, was man von den Blitzeinschlägen eher denken würde. Hier so ein Beispiel, zwar schlecht zu sehen, aber die schwarze Höhle im Baum ist eingebrannt:

Redwood BlitzeinschlagDafür sind laut seiner Aussage trockene Blitze verantwortlich. In DE kennen wir ja meistens nur Blitze während eines Unwetters mit Regen und Donner. Hier stürmt es mehr und während eines Sturmes blitzt es auch ohne Regen und diese Blitze schlagen dann direkt unten ein. Passiert zwar in Deutschlang auch, aber ist bei uns weniger geläufig als in USA. Durch die Winde werden dann die Feuer zu den Bäumen getragen. Durch die Resistenz der Bäume überleben jedoch die meisten. Ok, genug Bionachhilfe.

Fazit: Henry Cowell Redwoods State Park ist sehr empfehlenswert!!!

Am Späten Nachmittag waren wir wieder in Monterey und sind zu einem Strandspaziergang aufgebrochen. Vorher sind wir noch zum Monterey Bay Aquarium in der nähe des Fisherman’s Wharf gefahren um uns über die Preise zu informieren. 30$ pro Person (vor ein Paar Jahren waren es noch 18$) waren dafür allerdings nicht drin. Alternative war Pacific Grove, mit der Promenade entlang des Strandes mit faulen Robben und Möwen.

Robben  Pacific Grove

Nun aber zum Strand. Wo vorgestern beim Joggen noch Flut herrschte, war heute Ebbe und es stand also mehr Strand zur Verfügung. Teilweise zeigten sich zum ersten Mal auch einige Sonnenstrahlen, was jedoch nicht lange andauerte. Strand MontereyDie Traurige Seite des Tages waren die drei Robbenleichen am Strand. Vorgestern bei Joggen war übrigens auch eine zu sehen, da aber ein Paar Meter später sich noch eine bewegte hatten wir es nicht für voll genommen. RIP

[USA Urlaub] Cabrillo Highway 1 – Tag 17

Gestern war der erste Tag, an dem ich keine Fotos gemacht hatte. Allerdings habe ich mit der kleinen Knipse von Katja doch etwas schnell erwischen wollen, etwas typisch amerikanisches, was ich in Deutschland noch nicht gesichtet hatte. Viele Camper nehmen oft ihr Auto mit und dann sieht es so aus:

 Camper

Das Wetter spielte auch heute nicht mit. Den 17-Mile Drive wollten wir uns bei dem Himmel doch nicht antun. In einem Flyer war die Rede vom Hearst Castle in San Simeon. Als Europäer schmunzeln wir natürlich darüber, aber wir sind trotzdem dahin gefahren. Weniger wegen dem Schloss selber, sondern viel mehr wegen der Straße entlang der Küste die dahin führt, dem Cabrillo Highway oder auch State Route 1. Anbei einige Eindrücke, die bei den zahlreichen Vista Points (Ausblickpunkt) entstanden:

Cabrillo Highway

Cabrillo Highway 

Das Schloss selber steht auf dem Hügel. Ca. 1,5 Km. davor befindet sich noch ein Besuchercenter mit einer Kantine, die gerade von Aramark geführt wird und zahlreichen anderen Essständen, sowie Souvenirläden. D. h., dass man ohne zu bezahlen nicht weiter an das Schloss rankommt. Die Ticketpreise fangen derzeit je nach Tour bei 24$ an. Stellt Euch mal vor, wir hätten solche Verhältnisse im Park Sanssouci oder etwas weiter weg in Louvre?

Wir ließen es  bei dem Besuchercenter und fuhren schließlich über die 101 Autobahn zurück nach Monterey, vorbei an schönen Weinhängen durch San Miguel, Bradley, King City etc.. Insgesamt war es eine Runde von ca. 400 Km.


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Ehrlich gesagt nehmen die Aktivitäten so langsam ab. So langsam denken wir schon über den Rückflug nach und stimmen uns auf Deutschland ein. In Los Angeles werden wir sicherlich noch die letzten zwei Tage aufwachen, um bestimmte Ziele zu erfüllen.

[USA Urlaub] Monterey, Gilroy – Tag 16

Den heutigen Erfahrungsbericht gibt es aus der Sicht einer Frau. Danke Katjay, dass du dir Zeit genommen hast. Viel Spaß!

Heute haben wir ausgeschlafen und verließen unsere Unterkunft erst gegen 10 Uhr. Da der Himmel immer noch verhangen war und es hier doch recht kühl ist, beschlossen wir ins ca. 40 Meilen entfernte Gilroy zum shoppen zu fahren. In Gilroy gibt es ein Outlet Center mit 145 Geschäften. Für jeden ist etwas dabei. So fiel es uns auch nicht schwer, dort fast den ganzen Tag zu verbringen. Unser Mittagessen nahmen wir dieses Mal bei Applebee´s zu uns. Es war eine willkommene Abwechslung.

In Gilroy lag die ganze Zeit ein angenehmer Knoblauchduft in der Luft. Sie wird auch als die „Knoblauch-Hauptstadt“ der Welt bezeichnet. Die Stadt ist Austragungsort des seit 1979 jährlich stattfindenden "Gilroy Garlic Festival", einem Koch- und Grillfest rund um Knoblauch.

Nach ca. 6 1/2 Stunden sind wir, mit einigen Klamotten und Schuhen reicher, wieder Richtung Monterey aufgebrochen. Vor Einbruch der Dunkelheit sind die beiden Männern noch zum Joggen Richtung Strand aufgebrochen. Einkaufsfrust abbauen? 😉 Auf Ihrer Barfuß-Tour entlang des Strandes, haben sie zwei Robben gesichtet. Die beiden waren entweder von ihrer Kolonie abgekommen, oder waren einfach zu faul sich ein Plätzchen mit den Artgenossen zu teilen.

[USA Urlaub] Nachtrag – Alcatraz Erfahrungsbericht

Da ich selber an der Alcatraz-Führung nicht teilnahm, bat ich Petra um eine kleine Wiedergabe der Erlebnisse. Folgendes ist dabei rausgekommen. Danke Petra! Viel Spaß!

Endlich war der Tag gekommen und ich durfte den Boden von Alcatraz Island betreten. Lange habe ich mich schon darauf gefreut und nun war es soweit. Um 9:40 legte das Boot in Richtung Alcatraz ab und um 10:00 Uhr waren wir da.

Tausende Jahre lang war Alcatraz eine einsame Insel, die vermutlich nur selten von Indianern besucht wurde.

1854 ging der erste Leuchtturm an der pazifischen Küste auf Alcatraz in Betrieb.

1853 begann der Festungsbau auf Alcatraz. Da Alcatraz genau in der Linie der fahrenden Schiffe lag,  wurde der Standort als dritte kleine Festung angesehen.

Fast schon von Anfang an war Alcatraz ein Gefängnis. Im Jahr 1859 trafen mit der ersten permanenten Garnison der Festung auch 11 Soldaten ein, die zur Inhaftierung im Kellergeschoß des Sturmgangs bestimmt waren. Währen des Bürgerkriegs waren Soldaten, die wegen Desertierens, Diebstahl, Tätlichkeiten, Vergewaltigung und Mord verurteilt worden waren, Zivilisten, die des Verrates angeklagt waren, sowie die Mannschaft eines konföderierten Schiffes in Haft. Das Heer verwendete Alcatraz auch als Internierungslager für Indianer.

1907 wurde die Festung aufgegeben und die Armeetruppen wurden durch Soldaten der U.S. Militärwache ersetzt. Es wurde begonnen die Zitadellen abzureißen und ein riesiges Zellengebäude aus Beton wurde gebaut. 1915 erhielt Alcatraz die neue Bezeichnung kurz-US Strafkaserne.

Es dauerte nicht lange bis Wehrdienstverweigerer des 1. Weltkrieges zu den Insassen von Alcatraz dazu kamen.

Von den 1545 Männern, die ihre Strafe verbüßt haben trugen nur wenige berüchtigte Namen. Einer der mir bekanntesten war Al”Scarface”Carpone. Die meisten Insassen waren Männer, die sich in anderen Gefängnissen als Problemfälle erwiesen hatten—Unruhestifter und Ausbrecher.

Das Zellengebäude war nie voll belegt . Im Durchschnitt waren 260 Häftlinge untergebracht und es standen 336 renovierte Zellen zur Verfügung.

Es gab 5 Selbstmorde und 8 Morde auf Alcatraz.

Häftling blieben auf Alcatraz bis sie nicht mehr als störend oder unverbesserliche Elemente angesehen wurden (ca. 8-10 Jahre).

Wer gut über die Runden kommen wollte, musste sich an die Regeln halten. Ich glaube, es ist heute noch so.

Nr. 5 der Gefängnisregel lautet (Verordnung von 1934)

“Sie haben Anspruch auf Verpflegung, Kleidung, Unterbringung und Medizinische Versorgung. Alles andere sind Privilegien”

Auf Alcatraz hat es gutes Essen gegeben, dass auch ausgarniert wurde und das Gefängnis selbst war sauber. In den Filmen wurde Alcatraz zu einem Symbol der Schattenseite Amerikas.

Am Anfang stand die Kleiderkammer, da wurde Gefängniswäsche, Hygieneartikel, Kopfkissen und Decken ausgegeben. Danach waren Gemeinschaftsduschen in einer Doppelreihe aufgereiht (ca. 30) jede mit einem Stück “Kernseife” ausgestattet.

Die Zellentrakte waren noch sehr gut und anschaulich erhalten. Wir hatten einen Audio Guide, der uns super durch das Gefängnis geführt hat. Im Verhältnis zu unseren heutigen Justizvollzugsanstalten wurden die Gefangenen in "kleinen Löchern” (ca. 1,50m x 2,70m) untergebracht. Eine Toilette mit Bett und Stuhl und etwas was einem Tisch ähnelte. Erst später wurden die Zellen möbliert und die Gefangenen durften Radio hören (2 Sender). Neben der Gefängnisbücherei hatten privilegierte Gefangene die Möglichkeit Zeitschriften zu abonnieren.

Die Zellentrakte lagen sich gegenüber. Es gab 3 Stockwerke. Die Zellen waren vergittert und man konnte in die gegenüber liegende Zelle schauen. Eine Privatsphäre war nicht gegeben. Jeder konnte seinem Gegenüber beim Toilettengang zusehen und der ganze Trakt konnte es “hören”. Aber dieser Trakt war ja noch “gemütlich”, denn für die Unverbesserlichen und “Stinker” gab es Einzelhaft. Zellen, die kein Gegenüber hatten, keine Heizung , nur Fenster aus denen man den Wind heulen hören konnte. Es war kalt und es gab noch 3 “Einzelzellen” die kein Licht hatten. Man hat einfach  die Türen verschlossen, so dass absolute Dunkelheit herrschte. Bei diesem Gedanken an die Kälte die da geherrscht haben muss, wurde mir recht ungemütlich.

Das war es zu Alcatraz. Es gibt noch viel mehr zu schreiben, aber die Eindrücke die man vor Ort macht, kann man nicht wiedergeben. Es war super interessant und ich habe viel über das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis, welches 1963 aus Kostengründen geschlossen wurde erfahren. Der Besuch auf Alcatraz hat sich gelohnt und meine Vorfreude darauf wurde belohnt.