[USA Urlaub] Cabrillo Highway 1 – Tag 17

Gestern war der erste Tag, an dem ich keine Fotos gemacht hatte. Allerdings habe ich mit der kleinen Knipse von Katja doch etwas schnell erwischen wollen, etwas typisch amerikanisches, was ich in Deutschland noch nicht gesichtet hatte. Viele Camper nehmen oft ihr Auto mit und dann sieht es so aus:

 Camper

Das Wetter spielte auch heute nicht mit. Den 17-Mile Drive wollten wir uns bei dem Himmel doch nicht antun. In einem Flyer war die Rede vom Hearst Castle in San Simeon. Als EuropĂ€er schmunzeln wir natĂŒrlich darĂŒber, aber wir sind trotzdem dahin gefahren. Weniger wegen dem Schloss selber, sondern viel mehr wegen der Straße entlang der KĂŒste die dahin fĂŒhrt, dem Cabrillo Highway oder auch State Route 1. Anbei einige EindrĂŒcke, die bei den zahlreichen Vista Points (Ausblickpunkt) entstanden:

Cabrillo Highway

Cabrillo Highway 

Das Schloss selber steht auf dem HĂŒgel. Ca. 1,5 Km. davor befindet sich noch ein Besuchercenter mit einer Kantine, die gerade von Aramark gefĂŒhrt wird und zahlreichen anderen EssstĂ€nden, sowie SouvenirlĂ€den. D. h., dass man ohne zu bezahlen nicht weiter an das Schloss rankommt. Die Ticketpreise fangen derzeit je nach Tour bei 24$ an. Stellt Euch mal vor, wir hĂ€tten solche VerhĂ€ltnisse im Park Sanssouci oder etwas weiter weg in Louvre?

Wir ließen es  bei dem Besuchercenter und fuhren schließlich ĂŒber die 101 Autobahn zurĂŒck nach Monterey, vorbei an schönen WeinhĂ€ngen durch San Miguel, Bradley, King City etc.. Insgesamt war es eine Runde von ca. 400 Km.


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Ehrlich gesagt nehmen die AktivitĂ€ten so langsam ab. So langsam denken wir schon ĂŒber den RĂŒckflug nach und stimmen uns auf Deutschland ein. In Los Angeles werden wir sicherlich noch die letzten zwei Tage aufwachen, um bestimmte Ziele zu erfĂŒllen.

[USA Urlaub] Monterey, Gilroy – Tag 16

Den heutigen Erfahrungsbericht gibt es aus der Sicht einer Frau. Danke Katjay, dass du dir Zeit genommen hast. Viel Spaß!

Heute haben wir ausgeschlafen und verließen unsere Unterkunft erst gegen 10 Uhr. Da der Himmel immer noch verhangen war und es hier doch recht kĂŒhl ist, beschlossen wir ins ca. 40 Meilen entfernte Gilroy zum shoppen zu fahren. In Gilroy gibt es ein Outlet Center mit 145 GeschĂ€ften. FĂŒr jeden ist etwas dabei. So fiel es uns auch nicht schwer, dort fast den ganzen Tag zu verbringen. Unser Mittagessen nahmen wir dieses Mal bei ApplebeeÂŽs zu uns. Es war eine willkommene Abwechslung.

In Gilroy lag die ganze Zeit ein angenehmer Knoblauchduft in der Luft. Sie wird auch als die „Knoblauch-Hauptstadt“ der Welt bezeichnet. Die Stadt ist Austragungsort des seit 1979 jĂ€hrlich stattfindenden "Gilroy Garlic Festival", einem Koch- und Grillfest rund um Knoblauch.

Nach ca. 6 1/2 Stunden sind wir, mit einigen Klamotten und Schuhen reicher, wieder Richtung Monterey aufgebrochen. Vor Einbruch der Dunkelheit sind die beiden MĂ€nnern noch zum Joggen Richtung Strand aufgebrochen. Einkaufsfrust abbauen? 😉 Auf Ihrer Barfuß-Tour entlang des Strandes, haben sie zwei Robben gesichtet. Die beiden waren entweder von ihrer Kolonie abgekommen, oder waren einfach zu faul sich ein PlĂ€tzchen mit den Artgenossen zu teilen.

[USA Urlaub] Nachtrag – Alcatraz Erfahrungsbericht

Da ich selber an der Alcatraz-FĂŒhrung nicht teilnahm, bat ich Petra um eine kleine Wiedergabe der Erlebnisse. Folgendes ist dabei rausgekommen. Danke Petra! Viel Spaß!

Endlich war der Tag gekommen und ich durfte den Boden von Alcatraz Island betreten. Lange habe ich mich schon darauf gefreut und nun war es soweit. Um 9:40 legte das Boot in Richtung Alcatraz ab und um 10:00 Uhr waren wir da.

Tausende Jahre lang war Alcatraz eine einsame Insel, die vermutlich nur selten von Indianern besucht wurde.

1854 ging der erste Leuchtturm an der pazifischen KĂŒste auf Alcatraz in Betrieb.

1853 begann der Festungsbau auf Alcatraz. Da Alcatraz genau in der Linie der fahrenden Schiffe lag,  wurde der Standort als dritte kleine Festung angesehen.

Fast schon von Anfang an war Alcatraz ein GefĂ€ngnis. Im Jahr 1859 trafen mit der ersten permanenten Garnison der Festung auch 11 Soldaten ein, die zur Inhaftierung im Kellergeschoß des Sturmgangs bestimmt waren. WĂ€hren des BĂŒrgerkriegs waren Soldaten, die wegen Desertierens, Diebstahl, TĂ€tlichkeiten, Vergewaltigung und Mord verurteilt worden waren, Zivilisten, die des Verrates angeklagt waren, sowie die Mannschaft eines konföderierten Schiffes in Haft. Das Heer verwendete Alcatraz auch als Internierungslager fĂŒr Indianer.

1907 wurde die Festung aufgegeben und die Armeetruppen wurden durch Soldaten der U.S. MilitĂ€rwache ersetzt. Es wurde begonnen die Zitadellen abzureißen und ein riesiges ZellengebĂ€ude aus Beton wurde gebaut. 1915 erhielt Alcatraz die neue Bezeichnung kurz-US Strafkaserne.

Es dauerte nicht lange bis Wehrdienstverweigerer des 1. Weltkrieges zu den Insassen von Alcatraz dazu kamen.

Von den 1545 MĂ€nnern, die ihre Strafe verbĂŒĂŸt haben trugen nur wenige berĂŒchtigte Namen. Einer der mir bekanntesten war Al”Scarface”Carpone. Die meisten Insassen waren MĂ€nner, die sich in anderen GefĂ€ngnissen als ProblemfĂ€lle erwiesen hatten—Unruhestifter und Ausbrecher.

Das ZellengebĂ€ude war nie voll belegt . Im Durchschnitt waren 260 HĂ€ftlinge untergebracht und es standen 336 renovierte Zellen zur VerfĂŒgung.

Es gab 5 Selbstmorde und 8 Morde auf Alcatraz.

HÀftling blieben auf Alcatraz bis sie nicht mehr als störend oder unverbesserliche Elemente angesehen wurden (ca. 8-10 Jahre).

Wer gut ĂŒber die Runden kommen wollte, musste sich an die Regeln halten. Ich glaube, es ist heute noch so.

Nr. 5 der GefÀngnisregel lautet (Verordnung von 1934)

“Sie haben Anspruch auf Verpflegung, Kleidung, Unterbringung und Medizinische Versorgung. Alles andere sind Privilegien”

Auf Alcatraz hat es gutes Essen gegeben, dass auch ausgarniert wurde und das GefÀngnis selbst war sauber. In den Filmen wurde Alcatraz zu einem Symbol der Schattenseite Amerikas.

Am Anfang stand die Kleiderkammer, da wurde GefĂ€ngniswĂ€sche, Hygieneartikel, Kopfkissen und Decken ausgegeben. Danach waren Gemeinschaftsduschen in einer Doppelreihe aufgereiht (ca. 30) jede mit einem StĂŒck “Kernseife” ausgestattet.

Die Zellentrakte waren noch sehr gut und anschaulich erhalten. Wir hatten einen Audio Guide, der uns super durch das GefĂ€ngnis gefĂŒhrt hat. Im VerhĂ€ltnis zu unseren heutigen Justizvollzugsanstalten wurden die Gefangenen in "kleinen Löchern” (ca. 1,50m x 2,70m) untergebracht. Eine Toilette mit Bett und Stuhl und etwas was einem Tisch Ă€hnelte. Erst spĂ€ter wurden die Zellen möbliert und die Gefangenen durften Radio hören (2 Sender). Neben der GefĂ€ngnisbĂŒcherei hatten privilegierte Gefangene die Möglichkeit Zeitschriften zu abonnieren.

Die Zellentrakte lagen sich gegenĂŒber. Es gab 3 Stockwerke. Die Zellen waren vergittert und man konnte in die gegenĂŒber liegende Zelle schauen. Eine PrivatsphĂ€re war nicht gegeben. Jeder konnte seinem GegenĂŒber beim Toilettengang zusehen und der ganze Trakt konnte es “hören”. Aber dieser Trakt war ja noch “gemĂŒtlich”, denn fĂŒr die Unverbesserlichen und “Stinker” gab es Einzelhaft. Zellen, die kein GegenĂŒber hatten, keine Heizung , nur Fenster aus denen man den Wind heulen hören konnte. Es war kalt und es gab noch 3 “Einzelzellen” die kein Licht hatten. Man hat einfach  die TĂŒren verschlossen, so dass absolute Dunkelheit herrschte. Bei diesem Gedanken an die KĂ€lte die da geherrscht haben muss, wurde mir recht ungemĂŒtlich.

Das war es zu Alcatraz. Es gibt noch viel mehr zu schreiben, aber die EindrĂŒcke die man vor Ort macht, kann man nicht wiedergeben. Es war super interessant und ich habe viel ĂŒber das ehemalige HochsicherheitsgefĂ€ngnis, welches 1963 aus KostengrĂŒnden geschlossen wurde erfahren. Der Besuch auf Alcatraz hat sich gelohnt und meine Vorfreude darauf wurde belohnt.

[USA Urlaub] San Francisco, Monterey – Tag 15

Alcatraz Am letzen halben Tag in San Francisco stand Alcatraz auf dem Plan. FĂŒnf Stunden Alcatraz wollten wir uns nicht antun und teilten uns auf. Viel kann ich deshalb zu Alcatraz nicht schreiben. Abgesehen von der Insel selber und dem ehemaligen Sicherheitstrakt, bekommt man eine wunderbare Sicht auf die Stadt und die Golden Gate Bridge. Die deutsche AudiofĂŒhrung ist zu empfehlen, da es doch viele interessante Informationen gibt, in denen es z.B. um Al Capone oder andere tolle Geschichten geht.

Caffe Trieste Wir wollten heute lediglich in vollen ZĂŒgen die Stadt genießen und in einem Park die Seele baumeln lassen. So ging es erneut nach Small Italy zum Caffe Trieste. Das vollwertige FrĂŒhstĂŒck gab es jedoch auf französische Art in der La Boulange BĂ€ckerei, einer sehr netten BĂ€ckereikette. Dort gab es das leckerste Sandwich aller Zeiten. Ich mag an die Sandwiches am Flughafen Heathrow gar nicht denken. 🙁

Anschließend ging es zu der kurvenreichen Lombard Street, aber diesmal mit dem Auto. Wir standen zwar etwas an, aber es hielt sich in Grenzen. Das war ganz nett, Zeit hatten wir bis zum Ende der Alcatraz-Tour noch genug. Also nochmal eine Runde gedreht. WĂŒrden bloß nicht die Bremsen vom dem Chrysler zu quietschen.

Nun ging es zur kleinen grĂŒnen FlĂ€che, dem Washington-Square, wo sich viele Einheimische und Touristen tummeln. Die einen spielen Frisbee, die anderen Gitarre, die dritten turnen rum wo ich doch gleich mal mitmachen musste. Dort verbrachten wir sehr viel Zeit. Zwischendurch gab es noch ein Paar Kugeln Gelato und schon war die Zeit gekommen sich von der schönen Stadt zu verabschieden.

Bis nach Monterey war es vergleichsweise mit anderen Strecken ein Katzensprung, wir konnten durchfahren. Schon auf den Weg dorthin war der Himmel auf den letzten Kilometern komplett behangen. Das hatten wir innerhalb der letzten zwei Wochen nie. Auch in den meisten Reiseberichten wird nicht von gerade sonnigen Tagen gesprochen. Sunny wird es auch diesmal erst am Donnerstag. Trifft es uns auch? Sieht zumindest danach aus. In Monterey ist im Vergleich zu San Francisco wenig los. Der unweite Strand mit seinen teilweise hĂŒbsch bebauten DĂŒnen ist allerdings ein Traum. Das Oceanside Inn können wir trotz der Lage an der Verkehrsstraße empfehlen. Die NĂ€he zum Strand macht es wieder gut:


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Einen Spaziergang zum Strand ließen wir uns heute von den Wolken nicht nehmen.

Monterey Strand Monterey Strand

[USA Urlaub] San Francisco – Tag 14

FrĂŒhstĂŒck ist in unserem Hotel nicht zu empfehlen, dagegen ist jedoch ein Besuch in dem Caffe Trieste als Alternative durchaus empfehlenswert. So kann ein Tag öfter beginnen. Der Espresso oder ein Latte macht einen wirklich wach, jedoch solltet ihr genug Cash mitnehmen. Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Preise sind sehr moderat und lecker GebĂ€ck gibt es auch. Die Jukebox hatten wir nicht ausprobiert. Vorher könnt ihr noch auf der Webseite die Live Music Events checken. Heute hatten wir die Musik nicht abgewartet und sind schon frĂŒher los. Mal schauen wie es Morgen wird.

Caffe Trieste

Nach dem Wachmacher ging es weiter zur Lombard Street, der kurvenreichsten Straße der Welt. Wobei nur ein Abschnitt so kurvenreich ist, angeblich um das GefĂ€lle zu entschĂ€rfen. Ich meine ja, dass die Straße gezielt als Touristenmagnet gestaltet wurde und somit die Bilder um die ganze Welt gingen, quasi als Wahrzeichen der City. Das stĂŒck wird auch als crookedest st. auf den Karten genannt.

Lombard StreetWeiter ging es zum Cow Hollow, laut der Stadtkarten einem Point of Interest. Die Cow Hollow wurde auch in viele Reiseberichten erwĂ€hnt. Wer allerdings nur so eine kurze Zeit in der Stadt verbringt, kann darauf gerne verzichtet. Eine alte Shoppingmeile mit kleinen LĂ€den und Restaurants aber nichts besonderes. Vielleicht verirrt sich hier jemand im Blog und erklĂ€rt mir den Reiz an der Straße. Auf dem Weg dorthin lĂ€uft man allerdings an einigen schönen Fassaden vorbei. Als Spaziergang ist es dann dennoch empfehlenswert.

Auf dem Weg zum Cow Hollow:

HĂŒbsche Fassade

Eine Ecke in Cow Hollow:

Cow Hollow

Nach Cow Hollow ging es runter zur City Hall. Die City Hall ist das Rathaus von San Francisco. Leider war die City Hall an diesem Tag geschlossen. So ruhten wir uns zumindest etwas an den Treppen der City Hall aus und nahmen bald einen Bus zum Warf. Da Fisherman’s Warf gestern zu kurz kam, stand dieser POI auch heute an der Tagesordnung. Ziel war es unteranderem einen Krebs zu kosten. Eine kostspielige Angelegenheit, sollte jedoch gemacht werden. Die Preise stehen meistens nur aktuell an einem Schild, aber niemals auf der Karte. Die Marktpreise variieren tĂ€glich. Wir entschieden uns fĂŒr den Laden in der NĂ€he des Piers 41.

Vorher nachher Vergleich:

Crab Stand Crab

8 Alioto'sZum Schluss fuhren wir noch mit der alten Tramlinie F entlang der gesamten Pier-Strecke bis zum San Francisco’s Shopping Center. Die Fahrt ist durchaus empfehlenswert. Man fĂ€hrt auch an der etwas unbekannteren Bay BrĂŒcke vorbei und kann natĂŒrlich zwischendurch aussteigen. Die Trams fahren jedoch seltener. Am Tage sollte man also etwas schneller sein um einen Sitzplatz zu ergattern.